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Anwendung

Anwendung

Die Ausgangssituation an Ihrem Bauwerk ohne Kapillarsperre


Bild 1  Zeigt in der Schnittdarstellung die Bereiche der Mauer und des Fundamentes im Erdreich, auf die Grundwasser oder Schichtenwasser einwirken.

Das Wasser ist hier durch die blauen Pfeile symbolisiert.


Wir unterscheiden hier einmal die aufsteigende Feuchtigkeit über die Kapillaren des Mauerwerkes (Pfeile von unten ) und die quer durchdringende Feuchtigkeit über die Kapillaren des Mauerwerkes ( Pfeile von links ). Mann kann hier schon logisch nachvollziehen wo eine Kapillarsperre zum trockenlegen der Mauer sinnvoll ist.

Bei allen Bauwerken, wo das Mauerwerk bei der Erstellung nicht vor Kapilliarfeuchtigkeit geschützt wurde (z.B.ältere Bauwerke, oder Nachkriegsbauwerke), auch bei Baufehlern oder wo die Sperren sich bereits zersetzt haben, lässt sich dieses Problem recht einfach mit leza 430 beheben.
Die hydrophobierende Kapillarwassersperre leza 430 kann einmal über Injektionsflaschen drucklos oder über wiederverwendbare Injektionslanzen mit einem Druck von 0,5 bis 3 bar in das Mauerwerk injiziert werden.

Anwendung

Bohrlochdurchmesser 12mm
vertikaler und horizontaler Bohrabstand bei Flächensperren
20cm
Ausführung der Horizontalsperre einlagig
horizontaler Bohrlochabstand 20 cm 
Injektionsdruck atmosphärischer Druck bis 3 bar
Wandfeuchte bis 100 % möglich während der Injektion
nachträglicher Putz- oder Mineralfarben Anstrich mittels Voranstrich einer Haftemulsions möglich
Dispersionsfarbenanstrich gut möglich
Lagerfähigkeit bis zu minimaler Temp. - 40°C

 

Ein Mauerwerk wird in der Regel durch aufsteigende oder durch quer durchdringende und aufsteigende Feuchtigkeit durchfeuchtet.

Bei aufsteigender Feuchtigkeit genügt eine Horizontalsperre mit leza 430. Handelt es sich um querdurchdringende und aufsteigende Feuchtigkeit wird eine Flächensperre mit leza 430 notwendig.

 

Horizontalsperre

Bei einer Horizontalsperre wird ca 10 cm bis 15 cm unmittelbar über dem Fundament oder dem Fussboden. eine waagerechte Bohrreihe im Bohrabstand von 20 cm, schräg nach unten, in die Wand gebohrt, in die Bohrungen wird dann als dauerhafte Sperre gegen aufsteigende Kapillarfeuchte leza 430 injiziert. Bild 2 zeigt die Draufsicht und Bild 3 den Querschnitt einer solchen Bohrreihe.

Die Bohrtiefe richtet sich nach der jeweiligen Wandstärke. Bis zu einer Wandstärke von 38 cm beträgt die Bohrtiefe 2/3 der Wandstärke, bei grösseren Wandstärken rechnet man bis 15 cm vor Mauerende.

Wichtig ist, dass mindestens eine Mauerfuge durchbohrt wird, denn das Produkt deponiert sich zunächst in den Fugen und zieht von dort in die Steine. Bei wasserabweisenden Natursteinen dringt das Produkt nur in die wassertransportierenden Fugen, die den Stein umgeben.

In die Bohrungen wird dann die vorgeschriebene Menge leza 430 über die Injektionsflaschen injiziert. Die Aufnahmegeschwindigkeit der Injektionsflüssigkeit (leza 430) hängt von der Beschaffenheit der jeweiligen Mauer oder des Mauerabschnittes ab und kann an ein und der selben Mauer unterschiedlich sein. Der Aufnahmevorgang kann wenige Minuten, auch Stunden oder ein bis zwei Tage dauern. Länger sollte es nicht dauern, wenn das der Fall sein sollte, muss man ein neues Loch neben dem alten bohren und den Rest der Flüssigkeit injizieren.

Von welcher Seite der Wand Sie bohren und injizieren ist für den Prozess völlig egal, wählen Sie die Seite die für Ihre Arbeitsverhältnisse oder vor Ort Bedingungen am günstigsten ist.

Schnitt einer Horizontalsperre Bohrabstand vom Boden ca.10 cm bis 15 cm

Schnitt einer Horizontalsperre
Bild 2   zeigt den waagerechten Bohrabstand für die Injektion in der Draufsicht.

Bohrschema für eine Horizontalsperre (Draufsicht) Bohrabstand horizontal zwischen den Bohrungen 20 cm von der Ecke jeweils die erste Bohrung 10 - 12 cm

 Bohrdurchmesser 12 mm

Bild 3  zeigt den Schnitt einer Injektionsbohrung, wichtig hierbei ist, dass mindesten eine Mauerfuge durchbohrt wird.

Schnitt der Bohrung in einem Ziegelmauerwerk

 

Flächensperre

Flächensperren kommen immer dann zur Anwendung, wenn eine Querdurchfeuchtung der Kellerwände vorhanden ist und man von aussen nicht ausschachten kann, um eine vertikale Abdichtung anzubringen, oder diese Massnahme in der Regel zu teuer und zu aufwendig ist.

Bei einer Flächensperre mit leza 430 geht man im Prinzip genauso vor wie bei einer Horizontalsperre, nur bohrt man hier in die gesamte, an das Erdreich angrenzende Fläche Löcher, so dass man ein Bohrraster erhält. Also eine horizontale Bohrreihe mit einem Bohrabstand von 20 cm, 20 cm darüber wieder eine horizontale Bohrreihe mit einem Bohrabstand von 20 cm, wobei die Bohrungen jeweils horizontal um die Hälfte - 10 cm - zu der unteren Bohrreihe versetzt sind. In dieser Weise verfährt man bis man über die gesamte an das Erdreich grenzende Wand ein Bohrraster erstellt hat. Danach injiziert man dann die hydrophobierende Flächensperre leza 430 wie bei der Horizontalsperre beschrieben. Man sollte dabei von oben nach unten Arbeiten.

Bild 4 Zeigt ein typisches Bohrraster für eine Flächensperre.

Bild 4 Bohrschema einer Flächensperre, die Bohrungen sind in der Vertikalen jeweils um den halben Bohrabstand versetzt.

 

Sondersperren

Flächensperren können auch dort zur Anwendung kommen, wo z.B. durch Defekte in der äusseren Vertikalabdichtung der Wände Feuchtigkeit eindringt, oder wo über Anschlussmauern Feuchtigkeit übertragen wird.


In Bild 5 - 6 sind einige Beispiele schematisch dargestellt.

Bild 5 Stehsperre bei feuchter Anschlusswand. 

Durch eine nasse Anschlusswand wird Kapillarfeuchte in den Nachbarraum übertragen. Hier kann durch eine Stehsperre mit leza 430 Abhilfe geschaffen werden. So eine Problematik kann z.B. bei einem Kellerhals, einer Grundstückstrennwand, oder einer feuchten Nachbarwand bei Reihenhäusern vorkommen. 

 

Bei einem Defekt im vertikalen Feuchtigkeitsschutz von aussen, kann durch eine Teilflächensperre der Schaden mittels leza 430 von innen behoben werden. In Treppenanschlüssen kann solch ein Problem auch auftreten.

Bild 6 Partielle z.B.Sperre bei Schäden in der Bitumensperre.

 

Sonderfall Betonmauer

Betonmauern können mit leza 430 genauso wie alle anderen Mauern gegen kapillare Durchfeuchtung geschützt werden. Hier gilt es jedoch die besonderen Eigenschaften des Betons zu berücksichtigen. Die Struktur von Beton ist wesentlich dichter als von normalem Mauerwerk, die Poren sind dadurch kleiner, die Verteilung des Produktes dadurch schlechter und die Flüssigkeitsaufnahme langsamer. Deshalb wird der Bohrabstand auf 12 cm verkürzt und die Produktmenge pro Bohrloch halbiert. Es ergibt also kein Mehrverbrauch an Produkt, sondern einen höheren Bohraufwand.

 

Berechnung des Materialverbrauches

Der Verbrauch von leza 430 ist unabhängig vom Wandmaterial, allein von der Wandstärke abhängig.

Die leza 430 Menge pro Bohrloch ergibt sich aus folgender Beziehung.

Wandstärke [ cm ] mal 0,0165 = Verbrauch von leza 430 je Bohrloch in Liter.

Einige Berechnungsbeispiele :

Wandstärke 11,5 cm x 0,0165 = 0,189 L ≈ 190 ml
Wandstärke 38 cm x 0,0165 = 0,627 L ≈ 630 ml
Wandstärke 100 cm x 0,0165 = 1,65 L = 1650 ml

 

Die Abgabe von leza 430 erfolgt grundsätzlich in 10 Liter Gebinden ( zum Lieferumfang gehören eine ausreichende Anzahl von 0,5 Liter Injektionsflaschen mit entsprechenden Auslasstüllen sowie ein Ausgiesser zum Befallen der Injektionsflaschen).

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